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Europäisches
Forschungsprojekt ProBell
Die Bewahrung historischer
Glocken gilt als eine der wichtigsten Aufgaben
der Glockengiessereien. Umso dringender ist die
Frage, wie die Schäden an diesen wertvollen
Kulturgütern rechtzeitig erkannt oder gar
vermieden werden können. Erstmals wird dies nun
wissenschaftlich untersucht – im Rahmen eines
europaweiten Forschungsprojektes. Dieses wurde
angeregt durch den System-Analytiker Andreas
Rupp von der Fachhochschule Kempten,
Deutschland.
Acht traditionsreiche europäische
Glockengiessereien unterstützen diese Initiative
– darunter befindet sich auch die Glocken- und
Kunstgiesserei H. Rüetschi AG aus Aarau. Mit
insgesamt 1,6 Millionen Euro fördert auch die
Europäische Union das Projekt «ProBell –
Maintenance and Protection of Bells». An den
verschiedenen Versuchsreihen beteiligen sich
auch die Universitäten von Padua und Ljubljana.
Das Projekt wurde am 1. Oktober 2005 gestartet
und soll zwei Jahre dauern.
Fachpersonen untersuchen während dieser Zeit den
Zustand verschiedener Glocken anhand von
Spannungsmessungen und Läutungen. Für das
Projekt werden jedoch nicht nur alte und defekte
Glocken untersucht, sondern auch neue gegossen.
Mit den Ergebnissen, die aus Dauerläuten und
anschliessender Zerstörung gewonnen werden,
erhoffen sich die Verantwortlichen des Projektes
wichtige Kenntnisse über das schonende Läuten
von neuen Glocken bei optimalem Klang. (pd.)
St. Galler
Tagblatt, 25. 01. 2006 |
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Wilfried Gegenbauer, von
der Fachhochschule
Kempten, nimmt die Messung der 3,3 Tonnen
schweren Glocke aus dem Jahre 1870 vor, die im
Oberbürer
Kirchturm hängt und einen 20 Zentimeter langen
Riss aufweist.
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